Psychosomatische Krankheiten?

Einige mögen Biofeedback nun gleich als psychosomatisch abstempeln, etwas, bei dem die Kraft der Vorstellung genutzt wird, um einer Person ein besseres Gefühl zu geben, anstatt wirklich das Problem oder die Krankheit anzugehen. Das mag für schwerwiegende Krankheiten auch zutreffend sein; es ist unwahrscheinlich, dass man Krebs heilen oder einen gebrochenen Knochen reparieren kann, nur weil man positives Denken anwendet. Viele Arten von Kopfschmerzen sind aber das Ergebnis von Verspannungen, Stress oder Überanstrengung der Muskeln. Wo ist also der Nachteil, wenn man in der Lage ist, sich zu entspannen, tief zu atmen und daran zu arbeiten, dass die Muskeln und die Schmerzrezeptoren sich soweit beruhigen, dass der Schmerz zurückgeht? Viele Studien haben nachgewiesen, dass die Anwendung von Biofeedback-Techniken neben der eigentlichen Medikation zu weniger Arztbesuchen und weniger Migränen geführt hat.

Biofeedback wird auch genutzt, um verschiedene andere Krankheiten zu behandeln, etwa ADHS, Inkontinenz, Depressionen, Diabetes und Epilepsie. Obwohl es per se zu keiner Heilung führt, berichten Patienten, dass die Symptome zurückgehen und sie weniger Medikamente benötigen würden.

Warum sollte sich die möglichen Erfolge von Biofeedback entgehen lassen und diese moderne Entspannungstechnik nicht einfach mal ausprobieren?

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